Den Osten bewegen

Der Ausbau des ÖPNV ist für die Verkehrswende unerlässlich. Während die Innenstadt im Mittelpunkt der aktuellen Verkehrspolitik steht, werden die Bezirke außerhalb des S-Bahnrings stiefmütterlich behandelt.

Wer die Menschen davon überzeugen möchte, das Auto stehen zu lassen, braucht einen zuverlässigen ÖPNV. Überfüllte Bahnen und Busse, fehlende Barrierefreiheit und schlechte oder fehlende Anbindungen müssend endlich der Vergangenheit angehören. Wir machen mit unserer Kampagne auf die Defizite aufmerksam und schlagen konkrete Verbesserungen vor.

Hierbei sind wir auch auf Ihre Hinweise und Anregungen angewiesen. Darum schreiben Sie uns, was Sie ändern möchten. Wir wollen den Osten bewegen – zusammen mit Ihnen.

Ö wie Öffentlich: Barrierefreier Zugang für alle Menschen

Seit mehreren Jahren verspricht die Deutsche Bahn AG, dass der S-Bahnhof Gehrenseestraße einen Aufzug erhält. Wir fordern, dass der versprochene Aufzug schnellstmöglich eingebaut wird.

Ebenso muss Barrierefreiheit am S-Bahnhof Hohenschönhausen und am Nöldnerplatz hergestellt werden. An letzterem fehlt zudem ein zweiter Zugang am Ende des Gleises, der die Ströme der Abreisenden und Ankommenden entspannen würde.

Wegeleitsysteme für blinde Menschen fehlen an einigen Haltestellen ganz oder hören plötzlich auf. Dieser Mangel muss behoben werden. Die BVG will derzeit sprechende Haltestellen erproben. Auch Lichtenberger Haltstellen sollten dauerhaft mit Bedarfsansagen versehen werden.

Wir fordern die Ausstattung von Haltestellen mit Displayanzeige(n), um kommende Verbindungen sowie Fahrplanabweichungen für alle Fahrgäste transparent zu machen. Für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen sollen an Haltestellen ausreichend Sitzplätze zur Verfügung stehen.

P wie Personen: Fahrplan an die Fahrgastzahl anpassen

Eine Taktverdichtung ist in einem wachsenden Bezirk wie Lichtenberg unumgänglich. Damit die Anwohner*innen aus Althohenschönhausen alle fünf Minuten mit der Tram M6 zum Alexanderplatz fahren können, fordern wir eine Durchfahrt der Verstärkertram bis zum Hackeschen Markt sowie eine Taktharmonisierung. Die Tram M5 fährt zurzeit zwar häufiger als die M6, aufgrund der hohen Fahrgastzahlen ist auch hier eine Takterhöhung auf fünf Minuten außerhalb der Stoßzeiten erforderlich. Für die Buslinie 256, die derzeit alle 20 Minuten von der Fritz-Reuter-Oberschule bis zum Dorf Wartenberg fährt, fordern wir einen 10-Minuten-Takt. Hierfür ist die Einrichtung einer End-/ Wendestelle im Bereich Dorf Wartenberg notwendig. Für die 396er-Busverbindung vom S-Bahnhof Karlshorst zum Nöldnerplatz fordern wir ebenfalls die Erhöhung der Taktung auf zehn Minuten.

N wie Nah: Haltestellen, da wo sie gebraucht werden.

Man mag es kaum glauben, aber auch in der Metropole Berlin gibt es Ortsteile, die gar nicht an den ÖPNV angebunden sind. Im Stadtteil Karlshorst ist das der „Carlsgarten“. Der 296er Bus braucht dafür eine zusätzliche Haltestelle, die z.B. am Dreieck Verlängerte Waldowallee/ Ehrenfelsstr./ Stolzenfelsstraße entstehen könnte.  Auch das Tierheim Berlin, Anlaufstelle für Tierfreunde aus ganz Berlin, hat immer noch keine Haltestelle. Die Abgeordnete Ines Schmidt hat sich dafür eingesetzt, dass dem Tierheim Geld zur Verfügung gestellt wird, um einen Kleinbus anzuschaffen, der aber selbst betrieben werden muss. Wir setzen uns für den Bau einer Haltstelle am Tierheim ein, damit der 197er Bus hier halten kann. In der Karlshorster Parkstadt entstehen über 1000 neue Wohnungen. Wir fordern, dass der ÖPNV mit dem Zuzug wächst. Die geplante Tram Linie 22 sollte über den Blockdammweg hinaus in Richtung Norden über die Treskowallee und weiter im Zuge der Tram 37 bis zum Betriebshof Lichtenberg geführt werden.

V wie Verkehr: Neue Verbindungen, neue Strecken

In Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf werden im Jahr 2030 ca. 590.000 Menschen leben. Das sind 35.000 Menschen mehr als 2018. Wenn wir die ökologische Verkehrswende schaffen wollen, müssen wir in den nächsten zehn Jahren den ÖPNV ausbauen. Neben Taktverdichtungen auf bestehenden Linien bedeutet das auch neue Linien zu schaffen. So wollen wir z.B. neue Wohngebiete wie den Lindenhof oder die Parkstadt Karlshorst mit neuen Linien oder Streckenerweiterungen anbinden und so den Umstieg vom Auto erleichtern. Wir sollten Anfang der 2020er Jahre aber auch den Mut haben groß zu denken: Beim Ausbau der U- und S-Bahn darf Ost-Berlin nicht abgehängt werden. Wir wollen das der Bau der U-Bahnlinie 11 entlang der Landsberger Allee sowie die Möglichkeit eines zweiten, äußeren S-Bahnrings (z.B. von Wartenberg über Springfuhl und weiter entlang der TVO) ergebnisoffen geprüft werden.

Sechs Gesichter – sechs Argumente für einen besseren, einen zuverlässigeren Nahverkehr in Lichtenberg. Schauen Sie sich hier unsere Kurzstatements im Video an.

Jetzt sind Sie gefragt! Wir sind auch auf Ihre Hinweise und Anregungen angewiesen, wenn wir einen zuverlässigen ÖPNV für Lichtenberg gestalten wollen. Darum schreiben Sie uns, was Sie ändern möchten. Wir wollen den Osten bewegen – zusammen mit Ihnen.

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